Ein Fluch namens Gardasee
Es gibt Orte, die sehen aus wie das Paradies – und fühlen sich für dich trotzdem vollkommen falsch an.
Der Gardasee war für mich genau so ein Ort.
Und ich hätte vermutlich nie verstanden, warum mein Körper dort so heftig reagierte, wenn ich nicht irgendwann eine ziemlich unerwartete Antwort bekommen hätte.
Aber von vorne.
Um nach Italien zu kommen, muss man erst einmal – gerade aus Berlin – ganz Deutschland Richtung Süden durchqueren. Diesen Part erspare ich euch. Unser Ziel war es, so schnell wie möglich voranzukommen. Denn das Wetter war alles andere als für eine Motorradfahrt gemacht.
Es war Anfang Oktober. In Berlin war bereits der ungemütliche Herbst eingezogen – Regen, Nässe, grau und kalt – und es hieß: schnell Richtung Süden, raus aus dem Dauerregen. Doch auch mit dem Beginn der Berge und der bayerischen Voralpen hieß es: Tempo machen. Auf der Wetter-App konnte man sehen, wie uns die schwarzen Wolken an den Fersen hingen.
Und ich muss dir sagen: Ich liebe Regen. Aber nur, wenn ich in der Wärme am Kamin sitze, mit einem leckeren Kakao in der Hand, und aus dem Fenster schaue. Nicht, wenn ich im Wind, in der Kälte und in der Nässe auf dem Motorrad sitze und die Tropfen es irgendwie schaffen, bis auf meine Haut vorzudringen. Brrr!
So begann die Reise weniger romantisch, sondern eher mit dem Wunsch, nicht nass zu werden – und so weit wie möglich voranzukommen. Dann: die Alpen in Österreich.
Trotz unseres Wunsches, schnell weiterzufahren, war die Schönheit kaum zu übersehen. Gerade auf dem Motorrad – wo es über dem Kopf kein festes Dach gibt und man den ganzen Ausblick um sich herum sieht – ist es einfach atemberaubend. Man sieht jede Wolke am Himmel, jeden Adler über dem Feld, jeden Berg in seiner wahren Größe – und nicht nur einen Ausschnitt wie aus einem Autofenster.
Ich fühlte mich mit allem verbunden, gerade weil es keine wirkliche Grenze zwischen mir und dieser Umgebung gab. Nur meine Motorradbekleidung. Das Visier des Helms. Meine Augen, die diese Schönheit kaum bändigen konnten.
Gerade für mich als Sozia bedeutet es, dem Fahrer zu vertrauen, völlig loszulassen und zu genießen. Keine Konzentration auf die Straße, keinem Navi folgen, keine Verantwortung tragen – sondern abgeben, genießen, den Fahrtwind wahrnehmen, die Landschaft anschauen und hinter jeder Kurve neue Berge, neue Dörfer und Wälder entdecken, schöner als die zuvor.

Manchmal, wenn es kurvig und steil nach unten ging, wenn wir von einem Berg hinunter ins Tal fuhren, breitete ich während der Fahrt die Arme aus, als würde ich fliegen. Ich drehte den Kopf nach links, nach rechts, machte das Visier auf, atmete die klare Bergluft, sah das Tal unter mir – und spürte: Freiheit. Reine, ungefilterte Freiheit. Fast wie ein Vogel. Ach, wie neidisch bin ich auf sie.
Über 400 Kilometer kurvige Straßen und traumhafte Berglandschaften lagen bereits hinter uns – und noch viele unbekannte vor uns. Ich war voll in meinem Loslassen- und Genussmodus. Ich musste daran denken, wie ich einmal beim Paragleiten über österreichische Berge geflogen bin, und es fühlte sich bei jeder Fahrt nach unten sehr ähnlich an.
Und plötzlich war mein Alpen-Märchen-Erlebnis zu Ende.
Eine Angst, die aus dem Nichts kam
Nach einem traumhaften Mittagessen in einem Dorf in Südtirol – Pizza mit saftiger Tomatensauce, weichem Büffelmozzarella und einem Espresso, wie ihn nur Italiener zubereiten können – stiegen wir wieder aufs Motorrad.
Die Sonne schien warm und angenehm, der Himmel war blau, alles war perfekt.
Dachte ich.
Doch kaum fuhren wir los, überkam mich eine Welle lähmender Angst. Plötzlich. Unerklärlich.
Statt die Hände auszubreiten und die Fahrt zu genießen, verkrampfte ich mit jedem Kilometer mehr und klammerte mich bei jeder Kurve am Fahrer fest, als würde ich gleich in den Abgrund stürzen. Mir war schlecht, übel – und ich hatte das dringende Bedürfnis, an Ort und Stelle die Fahrt zu beenden. Das ging natürlich nicht, vor allem hatten wir nur noch ein paar Stunden bis zu unserer Unterkunft am Gardasee.
Also hieß es für mich: durchhalten.
Aber ich konnte einfach nicht.
Um mir selbst irgendwie zu helfen, konzentrierte ich mich nun nicht mehr auf die traumhafte Alpenlandschaft um mich herum, sondern fing an zu analysieren, was wohl mit mir los war:
War es das Gluten von der Pizza? Ich esse sonst kaum Mehlprodukte.
War es der Kaffee?
Histamin?
Die Höhe?
Zu viele Kurven?
Wir waren seit zwei Tagen fast ununterbrochen mit dem Motorrad in den Bergen unterwegs. Es war alles gut gewesen – aber das hier war komplett anders.
Dieses Unwohlsein war nicht nur rein körperlich.
Es war auch … energetisch.

Oben an der nächsten Parkplatzmöglichkeit an einem Bergpass warf ich mich sofort vom Motorrad auf eine Wiese. Ich konnte nicht mehr sitzen, nicht mehr fahren, nicht mehr diese innere Anspannung aushalten, diese Übelkeit ertragen – aber viel schlimmer: diese Angst bewältigen. Eine lähmende, diffuse, nicht greifbare Angst, die jede Körperzelle angespannt hat.
Ich war ab jetzt keine gute Beifahrerin mehr – ich war eine Gefahr. Denn mit meinem Festklammern hinderte ich den Fahrer daran, die kurvigen Bergstraßen mit ihren steilen Abgründen konzentriert zu fahren.
Also fiel uns in der Situation auf die Schnelle nichts Besseres ein als:
Ramazzotti, bella!
Ganz pragmatisch: Wenn ich die Angst nicht mental steuern kann, dann hilft vielleicht der Kräuterschnaps. Kräuter wirken ja bekanntlich Wunder … oder Alkohol … oder beides in einem.
Die Bergalm nebenan hatte noch geöffnet. Es war ein letzter Versuch, meine Nerven zu beruhigen. Und es half natürlich … nicht. Naja – zumindest haben wir es versucht.
Wir fuhren weiter, diesmal im Schneckentempo, denn ich konnte meine Verkrampfung vor Angst kaum lösen. Nicht Meditation, nicht Gebete, nicht tiefes Atmen konnten mir helfen. Es hieß: die Zähne zusammenbeißen und es vor Sonnenuntergang irgendwie vom Berg hinunter ins Dorf schaffen, bevor wir von der kompletten Dunkelheit in den Bergen „ertappt“ werden. Und im Herbst geht es schneller, als man denkt.
Ein paar Stunden später kamen wir runter vom Berg.
Sicherlich war es wunderschön – aber ich konnte es nicht mehr wahrnehmen.
Am Gardasee
Wir erreichten unser Apartment am nördlichen Ende des Gardasees, unter dem Berg. Kaum waren wir im Apartment, setzte ich mich aufs Bett, begann meine Motorradkleidung auszuziehen … und blieb einfach sitzen. Starr. Kraftlos. Ich schaute aus dem Fenster auf Palmen und Wiese – und konnte mich nicht einmal mehr überwinden, meine Schuhe auszuziehen. Wie gelähmt. Mein Körper war schwer wie Blei, jede Bewegung eine Zumutung. Kein Hunger, keine Kraft, keine Gedanken. Ich fiel aufs Bett wie ein leerer Akku.

Am nächsten Morgen kam der nächste Schlag: Mein Gleichgewicht war weg. Ich stand früh auf, wollte ins Bad – und fiel fast wieder um. An einem einzigen Ramazzotti konnte das sicherlich nicht liegen. Aber auch der Schwindel fühlte sich anders an als vom Alkohol. Ich fühlte mich wackelig, fremd im eigenen Körper. Frühstück? Ich bekam kaum etwas runter. Alles in mir sagte: Irgendetwas stimmt hier nicht.
Innere Panik, tausend Fragen, keine Antworten – nicht einmal die Idee, woran es liegen könnte.
Während ich am Frühstückstisch saß, mein Müsli in der Schüssel vor mir, rührte ich mit dem Löffel nur darin herum und konnte keinen bisschen herunterbekommen. Innerlich versuchte ich, mir positive Gedanken aufzuzwingen, so etwas wie: Hey, wir sind am Gardasee. Italien. Endlich die Alpen überquert …
Aber ich konnte mich kein bisschen freuen. Mir war übel und schlecht.
Und plötzlich erinnerte ich mich:
Ich war schon einmal am Gardasee gewesen. Vor über 15 Jahren, mit einem Kurs von der Uni. Eine Kunstexkursion. Mit einer Gruppe. Aber ich lag damals die meiste Zeit krank im Bett.
Oh mein Gott – ich hatte doch die gleichen Symptome!
Plötzlich war ich wachgerüttelt von diesen Erinnerungen. Damals hatte ich am Gardasee das gleiche Unwohlsein wie jetzt: die gleiche Übelkeit, die gleiche energetische Schwere.
Ich hatte es komplett vergessen.
Und plötzlich waren die Erinnerungen von damals ganz präsent: wie die ganze Gruppe am Strand warme Sommerabende im Restaurant verbrachte und Pizza aß, während ich mit stärkster Übelkeit in meinem Zimmer im Bett lag und innerlich Pläne schmiedete, wie ich ohne Sprachkenntnisse – und damals noch ohne Handy – hier in einem Dorf am Gardasee einen Arzt finden sollte.
Und jetzt, 15 Jahre später, das gleiche Spiel.
Ich wusste: Das kann kein Zufall sein.
Die Antwort war überraschend kurz.
Ich ging zurück in mein Zimmer und fiel regungslos mit dem Gesicht aufs Bett. Voller innerer Verzweiflung und Ahnungslosigkeit, was mit mir los war und was ich damit machen sollte, begann ich innerlich zu schreien und meinen lichtvollen Begleiter um Hilfe anzuflehen …
Ich wusste: Wenn mir jemand sofort eine Antwort geben kann, dann mein Seelenführer. Zum Glück habe ich über ganz viele Jahre eine tiefe Verbindung zu ihm aufgebaut – nicht nur durch ganz viele innere Reisen in frühere Leben, andere Dimensionen und die geistige Welt, sondern auch in vielen alltäglichen Meditationen. Diese Verbindung ist ein ganzes Buch wert, denn ich kann ihn außergewöhnlich gut wahrnehmen, und das ist mir auf ganz vielen Fortbildungen sehr bewusst geworden.
Und in dieser außergewöhnlichen Situation am Gardasee brauchte ich ihn wie nie zuvor.
Normalerweise würde ich für so einen Kontakt in einen meditativen Zustand gehen, aber ganz ehrlich: Mehr „meditativ“ konnte es gerade kaum sein. Ich hatte auch keine Kraft, mich aufrecht für eine Meditation hinzusetzen oder Ähnliches. Ich lag einfach da, rief innerlich nach ihm und schickte fast verzweifelt meine Fragen:
Hilfe! Ich brauche dich! Sag mir: Was ist mit mir los? Ich brauche eine Antwort, um zu wissen, was ich brauche und was ich als Nächstes tun soll! Sag es mir bitte! Soll ich zum Arzt gehen? Soll ich einfach ausschlafen? Ich brauche zumindest eine Wegweisung! Bin ich schwanger? War das Essen schlecht? Liegt es an den vielen Kurven in den Bergen?

Und als ich meine lange Liste an möglichen Varianten zu Ende gezählt hatte und es in meinem Kopf still wurde, kam eine leise und glasklare Antwort – als würde mir jemand den Gedanken direkt ins Gehirn setzen oder ihn mit dem Wind hineinflüstern:
„Magnetische Felder.“
Nicht mehr, nicht weniger. Nur diese zwei Wörter.
Wie bitte?! Ich war ehrlich gesagt überrascht. Was ist das überhaupt?!
Naturwissenschaft war nie mein Spezialgebiet. Ich arbeite mit Energiefeldern – ja. Aber Erdmagnetismus stand bislang nicht auf meinem Stundenplan. Aber immerhin hatte ich eine Antwort, und dafür war ich dankbar.
Blitzschnell griff ich nach meinem Handy und fing an zu recherchieren – zuerst, was das überhaupt ist und was das mit dieser Region zu tun hat.
Und zu meiner Überraschung wurde ich tatsächlich fündig: Die Region rund um den Gardasee ist geologisch alles andere als neutral. Sie liegt in einem Bereich, in dem seit Jahrtausenden tektonische Bewegungen wirken – Spannungen, Verschiebungen, Strukturen im Untergrund, die mit der Entstehung der Alpen zusammenhängen.
Der Boden dort ist nicht einfach nur Erde. Er ist Bewegungsgeschichte.
Ich las weiter. Und während ich las, veränderte sich etwas in mir. Nicht spektakulär. Nicht dramatisch. Aber deutlich.
Kennst du das, wenn du in einer Umkleide Kabine stehst, schon das fünfte Kleid anprobiert hast und nichts sitzt – und dann schlüpfst du in eines hinein und plötzlich musst du nicht mehr überlegen? Es spannt nicht, es rutscht nicht – und innerlich kommt dieses leise, selbstverständliche:
Ja. Das ist es.
So fühlte sich diese Information an.
Kein Zweifel. Kein Zögern.
Sondern ein klares, fast erleichtertes: Das ergibt Sinn.
In diesem Moment fiel etwas von mir ab. Nicht die Symptome – aber diese quälende Verwirrung, diese Ahnungslosigkeit. Und das allein fühlte sich wie Erleichterung an.
Ich war nicht krank.
Ich war nicht schwanger.
Und ganz sicher nicht verrückt.
Ich war einfach sensibel. Hoch-sensibel.
Und vielleicht reagierte mein System hier, in dieser geologisch bewegten Landschaft, stärker als das vieler anderer. Vielleicht bin ich einfach feiner eingestellt – wie ein Instrument, das mehr Frequenzen wahrnimmt als andere.
Diese Erkenntnis brachte keine Euphorie. Aber sie brachte Klarheit.
Und Klarheit fühlt sich manchmal an wie Rettung – weil sie uns wieder handlungsfähig macht.
Ich setzte mich aufrecht hin und wusste plötzlich ganz bestimmt:
„Ich weiß nicht wie, aber ich muss von hier sofort weg.“
Manchmal ist Gehen die richtige Entscheidung
Aus den allerletzten Kräften, trotz Übelkeit, Energielosigkeit und einer unerträglichen Schwere, packte ich meine Sachen und stieg irgendwie wieder auf dieses Motorrad. Ich muss zugeben: Ich war froh, Beifahrerin zu sein – denn ich war nicht fahrtüchtig.
Als wir diesen wunderschönen Gardasee verließen, blickte ich immer wieder zurück. Auf diese majestätischen Berge, die sich mit dem ruhigen See verbanden, als würden sie ihn beschützen, ihn umarmen, ihn in ihren steinernen Armen halten.
Es war ein Anblick wie aus einem Gemälde. Fast zu perfekt.
Ein paar Segelboote glitten lautlos über das Wasser. Cafés säumten das Ufer. Zufriedene Menschen saßen in der Sonne, tranken Espresso, lachten, führten angeregte Gespräche und blickten auf die weite Fläche des Sees, eingerahmt von dieser beeindruckenden Bergkulisse.
Alles wirkte wie ein Paradies.

Und genau darin lag mein innerer Konflikt.
Denn für mich fühlte sich dieser Ort nicht wie ein Paradies an. Für mich war er Qual. Für mich war er ein Fluch. Ich sah die Schönheit – aber ich konnte sie nicht genießen. Ich war dort, aber ich war nicht in ihr. Ich stand mitten in diesem Postkartenmotiv und fühlte mich doch wie ausgeschlossen davon.
Ich war neidisch. Ja, ich gebe es zu. Neidisch auf die Menschen, die entspannt Hand in Hand an der Promenade entlanggingen, mit einem sanften Lächeln auf den Lippen, in scheinbar tiefen Gesprächen versunken. Sie konnten diese Kulisse aufnehmen, sie fühlen, sie genießen. Für sie war dieser Ort Erholung, Leichtigkeit, Urlaub. Für mich war er Überforderung. Und das tat weh. Ich spürte Traurigkeit. Ich spürte Neid. Und ich spürte Wut – Wut auf meine Hochsensibilität, weil sie mich in diesem Moment begrenzte. Weil sie mir die Lebensqualität nahm, die andere dort selbstverständlich erleben konnten. Sie limitierte mich. Und das wollte ich nicht wahrhaben.
Doch gleichzeitig wusste ich: Ich bin kein Baum. Ich muss nicht dort bleiben, wo mein System leidet. Ich muss nicht an einem Ort „wachsen“, nur weil er für andere schön ist. Ich bin ein Mensch. Und ich habe die Fähigkeit zu gehen.
Und zum Glück bin ich mittlerweile auch eine erwachsene Frau mit einer bewussten Anbindung an andere Dimensionen und einer Verbindung zu meinen eigenen Wahrnehmungen, die ich insbesondere in Zeiten meiner Doktorarbeit ziemlich infrage gestellt habe und am liebsten ausgeschaltet hätte. Aber irgendwann konnte ich sie nicht nur akzeptieren und schätzen lernen, sondern auch nutzen, um anderen Menschen zu helfen. Denn Klarheit bringt nicht nur mir enorm viel, sondern auch meinen Klienten, wenn ich ihnen Botschaften ihrer Seelenführer überbringen kann – oder noch besser: sie auf eine innere Reise begleite, auf der sie selbst ihre lichtvollen Begleiter erleben und einen wundervollen Kontakt zu ihnen aufbauen können.
Und ja – manche Antworten gefallen uns nicht. Manche sind unbequem. Manche bedeuten Abschied. Aber wir haben immer eine Wahl.
Manchmal ist ein Ort nicht unserer. Manchmal ist es ein Mensch nicht. Und manchmal ist es eine Situation, die für andere leicht ist – aber für uns nicht stimmig.
Ich hätte gegen meine Natur handeln und sagen können:
„Ich habe einen freien Willen. Ich bleibe jetzt hier. Ich gehe zum Arzt, lasse mir Medikamente verschreiben, unterdrücke meine Symptome und zwinge mich, glücklich zu sein. Ich gebe mir Mühe, den Gardasee zu genießen.“
Ich hätte bleiben können. Aber ich entschied mich zu gehen. Denn ich kann die Energie eines Ortes nicht verändern. Sie ist, wie sie ist. Und genauso ist es mit Menschen. Wenn ich weiß, dass mir ein Mensch nicht guttut, liegt es trotzdem in meiner Entscheidung:
Bleibe ich – oder gehe ich?
Im Endeffekt hat sich die Entscheidung, sofort auf die Antwort meines Seelenführers zu hören, direkt zu reagieren und ihr ohne Zweifel zu folgen, mehr als ausgezahlt! Um nicht zu sagen: Es war wie ein Geschenk!
Denn kaum verließen wir die Region – ta-da – verschwanden alle Symptome.
Absolut alle.
Einfach so.
Als wäre nichts gewesen.
Sie gingen genauso schnell, wie sie gekommen waren.
Absolut faszinierend!
Ich war unglaublich erleichtert. Und zutiefst dankbar. Ohne meine Verbindung zu anderen Dimensionen und die Fähigkeit, Informationen abzurufen, die mir bewusst nicht bekannt sind, wäre ich nie auf den Gedanken gekommen, dass es an den Besonderheiten dieses Ortes liegen könnte. Ich hätte nie begriffen, was mit mir los war.
Ich wäre vermutlich ins Krankenhaus gefahren oder hätte zumindest ein paar Tage dort verbracht – und vermutlich vergeblich darauf gewartet, dass es mir besser geht.
Genauso, wie ich mich damals vor 15 Jahren auf dieser Exkursion am Gardasee tagelang gequält hatte. Auch damals wollte ich ins Krankenhaus, weil das Unwohlsein kaum auszuhalten war.
Jetzt aber wusste ich:
Ich bin nicht krank.
Ich bin nicht schwach.
Ich bin nicht falsch.
Ich bin einfach nur: sehr fein eingestellt.
Man muss seine Hochsensibilität kennen – sonst verwechselt man sie mit einer Lebensmittelvergiftung.
Erkenntnis dieses Tages


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